Westalpen09 Les Meches & Bassa di Peirafica

Juhu, der erste Tag mit „grosser“ Gruppe. Heute waren wir mit drei Fahrzeugen unterwegs, Stefans Kia Sorento, Florians Land Rover Discovery III und unser Hyundai Terracan. Das Wetter versprach gute Aussichten und einen schönen Tag. Geplant war ein gemütlicher Einstieg für Florian, also fuhren wir erst mal locker den Col de Tende über die weiten Kehren hoch bis zum Fort Central. Dort angekommen ging es per Pedes rund ums Fort. Ausser mir hatte irgendwie keiner „Lust“ das Fort von innen zu erkunden. Ich war relativ lange dort drin, weil es einfach riesig und spannend ist. Und über jede Menge Fotos vergisst man schnell die Zeit. Da der direkte Zugang durch das Tor nicht möglich ist, musste ich den weiten Weg aussen rum zurück. Vom Fort Central fuhren wir dann das kurze Stück zum Fort de la Marguerie, von dem man den Tende Pass am besten überblicken kann. Witzigerweise fand jeder auf seiner Entdeckungstour einen eigenen Eingang in das Fort. Wir genossen die Aussicht und nutzten die Zeit für Fotoexperimente usw..
Vom Fort führte der Weg weiter Richtung  Baisse de Peyrefique. An der Abzweigung nach Casterino trafen wir auf eine große Anzahl von Wanderern. Wir nutzten die kurze Unterbrechung und machten eine kurze Brotzeit. Danach folgten wir dem rechten Abzweig nach Casterino. Die Strecke war breit und gut zu fahren. Auf diesem Abschnitt war ungewöhnlich viel Verkehr. Uns kamen ein Holztransporter, ein Radlader und später noch ein Unimog entgegen. Die Ausweichmanöver für Transporter und Radlader waren nicht ohne. Besonders Florian, mit dem breitem Disco III, hatte da schon wirklich Schwierigkeiten. Die Abfahrt führte uns in ihrem Verlauf noch durch einen etwas längeren Tunnel und über eine Brücke, wo ein kleiner Wasserfall zu sehen ist. Von dort kann man auch schön die Hänge rundherum sehen. Es gab dort viele Spuren von abgegangenen Lawinen. Kurz vor der Brücke lag auch noch ein riesiger Haufen Schnee, der kaum noch zu erkennen war, weil er auf der Oberseite von komplett mit Erde und Geröll bedeckt war.
Von der Brücke war es nicht mehr weit bis nach Casterino. Im Ort ging eine kleine Brücke nach links weg und dort fanden wir dann auch die Auffahrt zurück nach Baisse de Peyrefique. Diese Auffahrt war für mich das Highlight des Tages und auch eine der Touren mit dem höchsten Herausforderungsgrad.
Wir waren bis zum Abzweig, wo wir die Pause gemacht hatten, eine gute halbe Stunde unterwegs und in 85% der Zeit gab es recht steile Abschnitte, Steinplatten, jede Menge Auswaschungen, zerfallene Römerstraßen Reste, enge Kehren und vieles mehr 🙂
Die Konzentration riss eigentlich in keinem Stück ab, da es fast immer nur nach oben ging oder der Untergrund jede Aufmerksamkeit erforderte. Wir hatten nicht mal Gelegenheiten ein paar Bilder zu machen. Zum Glück gibt es aber ein paar Video-Schnipsel von Stefan und Florian.
Nach der Auffahrt mussten wir nochmal eine kleine Pause machen. Danach ging es ohne Schwierigkeiten im Kreis zurück nach Tende. Auf dem Weg gab es noch ein paar Murmeltiere zu beobachten und wir machten noch einen kleinen Abstecher zu einem Bunker. Dieser war bemerkenswert gut erhalten und mit Taschenlampen bewaffnet interessant genug für eine längere Entdeckungstour. Die Zeit verging wieder wie im Flug, also machten wir uns anschliessend endgültig auf den Rückweg zum Campingplatz in Tende. Allerdings entpuppte sich diese Abfahrt als Kehrenwunder. Sie stand dem Col de Tende in keiner Weise nach. Teilweise waren die Kehren sogar wesentlich enger. Der Ausblick auf Tende ist aus südlicher Richtung wirklich sehr schön, so dass wir auch hier noch mal einen kurzen Fotostopp einlegen mussten.
Leider ging wieder ein Tag zu Ende, aber dafür hatten wir viel gesehen und erlebt 🙂

Hier schon mal ein Video von Stefan von der Fahrt über die „Römerstraße“:

Den ganzen Tag im Video zusammengefasst von Florian
-> Les Meches Video (Quicktime benötigt, aber es lohnt sich)

Florian hat inzwischen auch eine YouTube Version erstellt:

Weiterlesen in „La Brigue„.

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