Bayrischer Wald: Kommando Wipfelsturm

Das verlängerte Fronleichnam-Wochenende war perfekt für ein Treffen des www.Offroad.info Forum geeignet. Leider überschnitt es sich mit der Abenteuer Allrad in Bad Kissingen, aber da wir auf Korsika ohne Wohnwagen unterwegs waren, hieß ein wenig Gutmachung bei Marion zu betreiben 😉
Mittwochs, nach der Arbeit, ging es dann auf den Weg nach Bayern. Der Kölner Ring kostete leider mal wieder fast eine Stunde durch die normalen Staus. Danach ging es zügig bis nach Schlüsselfeld. Gegen 23:00 Uhr standen wir dann auf dem Wohnmobil-Parkplatz in Schlüsselfeld. Am nächsten Morgen kam dann schon früh der Anruf von Gabi, wo wir denn wären. Wir besorgen für das gemeinsame Frühstück dann noch schnell die Brötchen und fuhren dann die restlichen Kilometer zu Gabi & Jörg. Die beiden wollten ja auch noch Bayern, also machten wir uns zusammen auf die Reise in den Bayrischen Wald.
Die Fahrt zum Adventure Camp Schnitzmühle war problemlos und flott erledigt. Am frühen Nachmittag trafen wir am "Schwarzen Regen" ein und richteten uns häuslich ein. Karl mit Familie war auch kurz vor uns eingetroffen und hatte bereits einen guten Platz belegt. Wir errichteten also unsere kleine "Wagenburg". Leider war der Platz durch den Dauerregen sehr flüssig und der "Schwarze Regen" hatte einen ziemlich hohen Pegel. Wir hofften also, dass es die nächsten Tage besser würde.
Jetzt hieß es aber erstmal ein wenig stärken und die anderen, die bereits vor Ort waren, endlich Hallo zu sagen. Wie immer war es schön all die bekannten Gesichter endlich wieder zu sehen. Nach einem Schnitzel und einem Früchte Kanu gingen wir den letzten Teil des Aufbaus an.
Am Abend gingen wir dann in den VIP-Stammtisch-Bereich des Hotels, der andere Teil war leider nur für Halbpension Gäste gedacht. Aber nach dem Essen gab es bei den Wohnwagen oder in der Bongo-Bar noch genügend Gelegenheit sich zu unterhalten.
Am Morgen zeigte sich dann auch der Himmel in den Bayrischen Landesfarben. Wobei das blau doch den größeren Teil ausmachte. Pünktlich zwischen 10:30 und 11:00 Uhr ging es geschlossen auf die ca. 40km bis zum großen Arber , dem höchsten Berg im Bayrischen Wald. Die Fahrt durch den Wald und die kleinen Orte der Umgebung war wunderbar, wurde aber von der grandiosen Aussicht vom Berg noch weit übertroffen. Rauf ging es mit der Seilbahn innerhalb von wenigen Minuten. Für die Mittagszeit war nämlich schon wieder ein Tisch reserviert, also blieb für einen Aufstieg nicht genügend Wanderzeit, was aber wahrscheinlich so auch besser war 😉
Oben kletterteten wir erstmal auf allen Steinen und Brocken umher und machten jede Menge Fotos. Dabei verflog die Zeit viel zu schnell. Wir stiegen also wieder ab und suchten unsere Tische in der "Eisensteiner Hütt’n", einem Gasthof unterhalb des Gipfel, auf. Für uns gab es Käs’spetzle und einen Kaiserschmarrn. Das war reichlich Stärkung nach der tollen Aussicht. Anschliesend machten wir uns per pedes an den Abstieg vom Arber. Nach dem Mittagstisch natürlich das Richtige um die Pfunde wieder abzutrainieren.
Vom Arber konnte man bereits den Arbersee erkennen. Diesen wollten wir uns auch nicht entgehen lassen, daher machten wir auf dem Rückweg auch dort noch einen kleinen Stopp und fütterten dort die Enten. Auf dem Weg zum Campingplatz verpassten wir die richtige Kreuzung, also nutzen wir den kleinen Umweg noch um durch Zwiesel zu fahren und noch eine Kleinigkeit einzukaufen. Zum Abendessen reichte uns aber diesmal etwas Salat und ein Gulaschsüppchen. Die Schnitzel vom Vortag und das Mittagessen lagen uns noch schwer im Magen. Dafür ging es dann am Abend etwas länger in der Bongo Bar. Rudis Geburtstag wurde noch kräftig begossen und das ein oder andere Lied wurde geträllert 😉
Die Nacht war entsprechend kurz, denn es sollte am nächsten Morgen, wieder gegen 11:00 Uhr, nach Bodenmais zur Glashütte Joska gehen. Vorher musste aber noch mal auf die "Geburtstagkinder" der letzten Tage angestossen werden. Auch an Holger in Portugal wurde gedacht und in seine Richtung geprostet. Gut gelaunt ging es anschliessend nach Bodenmais. Das High-Light war für uns das eigene blasen von "Durst-Kugeln". Diese werden zum bewässern von Pflanzenkübeln genutzt. Dazu gibt es später auch noch ein Video 😉
Für Kinder gibt es auch eine Wiese, auf der sie nach "Edelsteinen" suchen können. Alina und Marion machten sich einfach mal auf gut Glück auf die Suche. Vielleicht sind ja noch ein paar Steinchen nicht gefunden worden. Was soll ich sagen, ja, sie waren nach intensivster Suche sehr erfolgreich 😉 Gut, die Suche war wohl so spannend und fesselnd, dass sie über eine Stunde damit verbrachten. Ok, ich habe auch ein oder zwei Steinchen beigetragen. Anschliessend ging es noch zur Sommerrodelbahn nach Sankt Englmar. Ein toller Spaß, allerdings kommt sie leider nicht an die Bahn in Andorra dran, aber für alle, die die Bahn in Andorra nicht kennen, kann man Sankt Englmar trotzdem enpfehlen 😉
Zum Abschluß gab es dann noch mal im Restaurant des Hotels ein nettes Abendessen. Die Thai-Gerichte sind wirklich lecker. Nach dem Essen wurde noch der Riesendachträger von Johannes auf den Touareg von Karl umgebaut. Gar nicht so leicht, da die Befestigung recht umfangreich ist. Da lässt sich noch was verbessern (Beschriftung)  😉 Die "Kinder" hatten währenddessen mächtig Spaß beim Kartenspielen.
Sonntags war dann leider schon wieder der Tag des Abschieds gekommen. Die Wohnwagen wurden abgebaut und nach einer großen Abschiedsrunde ging es wieder in Richtung Heimat. Eigentlich wollten wir mit Jörg und Gabi wieder zusammen fahren, aber nachdem wir noch kurz getankt hatten, waren sie wie vom Erdboden verschluckt. Die Wiedervereinigung stand unter einem besonders schlechten Stern. Wir waren nicht zu erreichen, was wir leider erst zuhause feststellten, denn mein Mobiltelefon war tief in der Wäschetasche vergraben und im Auto leider nicht zu hören. Außerdem führte uns unser Navi wieder auf die A6 und nicht über die A3. So hatten wir leider überhaupt keine Gelegenheit mehr uns von den beiden zu verabschieden 🙁 Wird beim nächsten Mal dafür doppelt nachgeholt, versprochen!

Zusammenfassend können wir Jana und Artur ein großes Kompliment aussprechen. Die Schnitzmühle war wirklich bestens für das Treffen geeignet. Wir danken euch für das schöne Wochenende und freuen uns schon auf’s nächste Mal. Auf alle anderen "Teilnehmer" freuen wir uns natürlich auch 😀